Zahnpflege – Warum?

Zahnpflege – Warum?

Pferdezähne schieben ca. 3mm pro Jahr aus dem Kiefer. Beim Wildpferd werden die Zähne, vor allem die Schneidezähne, durch Aufnahme von Erde und Sand beim Grasen gleichmäßig abgenutzt. Beim Hauspferd jedoch versagt dieser Mechanismus durch ganze oder teilweise Heufütterung, Pellets und vorbehandelte Körner. Die Abnutzung der Schneidezähne entfällt fast ganz, an den Backenzähnen bleiben außen scharfe Kanten stehen, die Verletzungen der Wangenschleimhaut hervorrufen.


Auch bei jungen Pferden kann der Zahnwechsel gestört sein, wenn ganze Milchzähne oder Teile davon stecken bleiben. Treppen, Wellen oder große Haken in oder an den Enden der Zahnreihen können durch ungleiche Abnutzung der neuen Zähne entstehen. Schlimmsten- falls verdrehen sich bleibende Zähne oder zerbrechen gar.

Darum ist die regelmäßige Kontrolle und Behandlung des Pferdegebisses für den Erhalt des Wohlbefindens, der Gesundheit und der Rittigkeit absolut notwendig!

Beginn der Zahnbetreuung

Schon vor dem 1. Geburtstag sollten Fohlen zur frühzeitigen Erkennung von Problemen untersucht werden. In diesem Alter ist es auch am Problemlosesten, sie an die Berührung im Maul zu gewöhnen.


Untersuchungsabstände

Bis zum Ende des Zahnwech- sels, d. h. bis zum 6. Lebensjahr, sollten die Untersuchungen halbjährlich stattfinden, damit eventuell festsitzende Milchzahn- kappen entfernt werden, bevor die bleibenden Zähne Schaden nehmen.

In den folgenden Jahren reicht im Allgemeinen eine jährliche Untersuchung und Behandlung aus, bei Gebissanomalien sollten die Abstände halbjährlich gehalten werden.


Auftretende Zahnprobleme - Scharfe Kanten der Backenzähne

Zu lange Schneidezähne - Unkorrekte Linie der Schneidezähne

Wolfszähne Blinde (von Schleimhaut bedeckte) Wolfszähne

Zahnfleischentzündungen - Entzündungen des Gaumens

Zahnstein - Verlorengegangene oder gebrochene Zähne

Durchbrechende Hengstzähne (auch bei Stuten)

Blinde Hengstzähne - Überzählige Zähne

Geschwüre und Wunden - Haken - Lose oder faule Zähne

Wellen in der Kauebene - Stufen in der Kauebene

Unter- und Überbiss - Milchzahnsplitter oder Reste

Dornen, Holzsplitter - Mangelnde Kaukapazität

Beobachtbare Hinweise auf mögliche Zahnprobleme

Probleme in der Stellung - Gegen das Gebiß gehen

Aufrollen, Kopfschlagen, Steigen - Plötzliche Änderungen der Rittigkeit

Große Mengen herausfallendes Futter - Schlechter Atem

Heu vor Kraftfutter fressen - Futterwickel in Backen packen

Änderungen im Saufverhalten - Anormale Kaubewegungen

Zähne wetzen, Kopfscheue - Schiefhalten des Kopfes

Berührungsempfindlichkeit der Backen - Beulen am Gesicht oder Kiefer

Gewichtsverlust, stumpfes Fell - Ausfluß aus Ohr, Nase oder Auge

Blutungen aus dem Maul - Kolik, Schlundverstopfungen

Vermehrter Speichelfluß - Lange Strohfasern im Kot

Schwierigkeiten beim Auftrensen

Unregelmäßige oder ausbleibende Rosse, Deckunlust

Damit Ihr Pferd auch morgen noch kraftvoll zubeißen kann!

Petra Hiller

Pferdedentalpraktikerin

Tel: (0 93 49) 92 91 38

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